
Die DGP sowie Kay Thormann suchen stets die Vernetzung mit anderen Fach- und Berufsverbänden wie der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V., der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V., Leanbase oder dem Six Sigma Club. Management bleibt eine komplexe Aufgabe, die tägliches Engagement erfordert.

ausführliche Vita
Kay Thormann ist ein erfahrener Berater und Trainer im Bereich Projektmanagement, Prozessmanagement und Finanzwirtschaft mit fast 30 Jahren Expertise.
Seine Fähigkeiten vereinen tiefgehendes Praxiswissen mit fundierten theoretischen Kenntnissen. Nach seinem Fachabitur absolvierte er zwei Ausbildungen und begann seine berufliche Laufbahn im öffentlichen Dienst (Stadtentwicklung), wo er über zehn Jahre hinweg wertvolle Erfahrungen sammelte. Parallel dazu studierte er Betriebswirtschaft und schloss ein postgraduales Studium zum Hochschulökonom für internationales Rechnungswesen ab. Auch unternahm er einen kleinen Ausflug als Steuerberater, der aber weder von Spaß noch von Erfolg geprägt war. Darüber hinaus nahm Thormann regelmäßig an Zertifizierungen in den Bereichen Projektmanagement, Prozessmanagement und Finanzwirtschaft teil, die häufig freiwillig waren, jedoch in einigen Branchen auch zwingend erforderlich.

Während seines Promotionsstudiums konzentrierte er sich auf kritische Erfolgsfaktoren in öffentlichen Projekten, was seine analytischen Fähigkeiten vertiefte und ihm tiefgreifende Einblicke in die komplexen Herausforderungen der Projektumsetzung im öffentlichen Sektor verschaffte. Sein Karriereweg war zwar von vielen Unwägbarkeiten und zweifelhaften Entscheidungen geprägt, doch die Faszination für Weiterbildung und persönliche Entwicklung treibt ihn bis heute an – sei es als Lernender oder Lehrender.
Thormann erzählt gerne von seinem prägnanten Scrum-Seminar (2014) bei Jeff Sutherland, insbesondere von den Informationen jenseits des Scrum-Guides. Ebenso bedeutsam war ein Weiterbildungsstudium (Agile Project Management Executive) an der IUE Hochschule Basel, wo Prof. Baldauf agile Methoden mit Neurowissenschaften verknüpfte. Solche Verbindungen sucht Thormann bewusst und kontinuierlich, um sich selbst und seinen Kompetenzbereich zu erweitern.
Er betrachtet sich selbst nicht als „wirklich gut“ in der klassischen Forschung, sondern sieht sich nach wie vor in einer Lehrprofessur. Das Lehren steht absolut im Mittelpunt; aber lehren will gelernt sein. Er investiert viel Mühe in die Didaktik seiner Vorlesungen und Seminare und hat das hochschuldidaktische Programm für Habilitanten absolviert. Für ihn sind Didaktik und Methodik in der Wissensvermittlung eine Kunst, die es zu meistern gilt.
Nach seiner Zeit im kommunalen Bereich wechselte Kay Thormann in die akademische Welt und arbeitete anfänglich unter anderem für die Fachhochschule Mittweida sowie später für die Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur (heutige VICTORIA Hochschule) in Berlin. Auch als Gastprofessor und Lehrbeauftragter bei anderen Institutionen stärkte er seine Verbindung zur Forschung und Bildung, was bis heute einen wesentlichen Teil seiner Arbeit prägt. Derzeit ist er nicht aktiv an einer Hochschule tätig, doch dies könnte sich zukünftig wieder ändern. Allerdings ist der Fachbereich fraglich: Projekte oder Finanzen? Als Mitbegründer der Fernstudienakademie Mitteldeutschland engagierte er sich in der flexiblen Weiterbildung. Schon weit vor 2010 versuchte er und seine Mitgründerin Frau Gose (jetzt Bischof / Österreich), das heutige Blended Learning voranzutreiben, scheiterten jedoch oft an technischen Möglichkeiten jener Zeit.
Geblieben ist aber eine tiefe Überzeugung für ein gelebtes Wissensmanagement in all seinen Facetten. Sein Unternehmergeist führte ihn weiterhin zur Geschäftsführung des Deutschen Managementforums, das später unternehmerisch eingegliedert wurde. Im Jahr 2010 übernahm Kay Thormann die Führung der Wirtschaftstreuhand Zürich (Veräußerung 2013), wo er seine Expertise in den Bereichen Finanzwirtschaft und Investment-Banking leben konnte und weiter vertiefte.
Kay Thormann ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Prozessmanagement e.V. und seit 2014 deren Vorstand.
Unter seiner Leitung konzentriert sich der Berufsverband auf die Verbindung von Projektmanagement, Prozessmanagement und Agilität – Aspekte, die seiner Überzeugung nach untrennbar miteinander verbunden sind und nur in ihrer Kombination nachhaltige Verbesserungen bieten können. Zu diesem ganzheitlichen Ansatz gehören selbstverständlich auch das Wissens- und Risikomanagement.

Management bleibt eine komplexe Aufgabe, die tägliches Engagement erfordert. Noch heute sieht Thormann es persönliche Niederlage, dass trotz anfänglicher Gespräche das Kieler Prozessmanagement Forum nicht vom Verband übernommen werden konnte und damit seit 2016 leider nicht mehr stattfindet. Natürlich hat alles sein Zeit, aber diese Veranstaltung war durchaus eine besonderer Ort für das Prozessmanagement in Deutschland. Ob diese Lücke bis heute wieder gefüllt wurde, bleibt zu bezweifeln.
2016 erfolgte auch der endgültige Umzug des Verbandes nach Berlin, sodass nun sowohl der Verband als auch die Geschäftsstelle in Berlin zu Hause sind. (Foto: Geschäftsstelle in der Oudenarder Straße in Berlin - Osramhöfe)
Ein gut durchdachtes Rollenkonzept ist einer der Grundsätze im Management. Das Denken und Agieren in verschiedenen Rollen spiegelt sich in seinem Arbeitsalltag wider: Spielend wechselt Herr Thormann mit Leidenschaft zwischen den Rollen – vom Problemlöser als Consultant über den engagierten Referenten bis hin zum begeisterten Speaker – stets mit vollem Einsatz. Teilnehmer und Partner loben immer wieder seine humorvolle und entspannte Art, mit komplexen Aufgabenstellungen umzugehen. Auch nach vielen Jahren zeigt sich seine Neugier ungebrochen, ebenso sein echtes Bedürfnis, Potentiale bei Menschen und Unternehmen zu fördern. Er liebt es, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und verständlich zu machen.
In seiner Rolle als Trainer bei der Deutschen Gesellschaft für Prozessmanagement sowie weiteren Weiterbildungsinstituten teilt er weiterhin sein umfangreiches Wissen in Seminaren, Lehrgängen und Workshops. Seine praxisnahe Herangehensweise schafft eine dynamische Lernumgebung für seine Teilnehmer und befähigt Unternehmen dazu, ihre eigenen Projekte erfolgreich umzusetzen, Prozesse zu optimieren und Verbesserungsinitiativen zu starten. Wichtig dabei ist, dass hierbei ein eigener Weg im Unternehmen gegangen wird. Die Methoden im Management sind immer die gleichen, aber wie man sie lebt und wie sie auf die jeweilige Situation angepasst werden: Das ist der wirkliche Erfolgsfaktor!
Als Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Prozessmanagement engagiert er sich aktiv in verschiedenen Fachgremien und Ausschüssen und nimmt regelmäßig an Diskussionen zu aktuellen Themen teil. Als gefragter Speaker bringt er seine Begeisterung für zahlreiche Managementthemen in Keynotes und Vorträgen ein, wobei er den Diskurs und kritischen Austausch mit anderen sichtlich genießt.



Kay Thormanns berufliches Wirken ist tief verwurzelt in der Philosophie des Lean Managements und des Toyota Produktionssystems (TPS). Sein Ansatz betont die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Minimierung von Verschwendung mit dem einfachen Grundsatz: „Mache nichts umsonst!“ Diese Prinzipien setzt er konsequent in Prozessoptimierungen ein, um Ziele schnell und effektiv zu erreichen. Er bleibt dabei methodenoffen und integriert klassisches Prozessmanagement mit modernen Ansätzen wie Scrum und Design Thinking. In seinen Seminaren teilt er das zeitlose Wissen des Toyota Modells, das weiterhin als relevanter Maßstab im Management gilt.
Im Projektmanagement zeigt sich seine Überzeugung, dass viele agile Methoden aus der Anwendung des Lean Project Managements hervorgegangen sind. Seine Philosophie konzentriert sich darauf, den Fokus zu behalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – Professionalität in der Problemlösung.
In der Finanzwirtschaft sieht Thormann großes Potenzial für die Anwendung seiner Prinzipien durch Lean Investing. Er engagiert sich aktiv in der Diskussion und Weiterentwicklung dieser Konzepte, um auch hier Effizienzgewinne zu erzielen.
Professionalität definiert sein Handeln; sie zeigt sich nicht nur in seiner methodischen Präzision, sondern auch in seinem Bestreben, Wissen klar und zugänglich zu machen. Für Thormann sind nachhaltige Veränderungen durch die Reduzierung von Komplexität erreichbar. Diese Fähigkeit bringt er sowohl in seinen Beratungsprojekten als auch in seiner Lehrtätigkeit ein, stets bemüht, hohe Standards der Professionalität zu wahren.
In Zukunft plant Kay Thormann, sich vermehrt auf seine Wurzeln in der Finanzwirtschaft zu konzentrieren. Er beobachtet mit Interesse, dass immer mehr Menschen die Notwendigkeit erkennen, sich intensiv mit finanziellen Themen auseinanderzusetzen. Während es viele Initiativen und zahlreiche Finfluencer gibt, zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ), dass es noch erheblich an echter Wissensvermittlung mangelt. Thormann ist überzeugt davon, dass finanzielle Bildung offen und transparent gestaltet werden muss, um nicht als Elitewissen wahrgenommen zu werden und um nicht den Eigeninteressen einiger weniger Akteure zu dienen. Daher strebt er die Gründung einer gemeinnützigen und neutralen Initiative an, die dieses Wissen für alle zugänglich macht und einen echten Mehrwert bietet.
Kay Thormann ist seit seiner Jugend ein begeisterter Sportler und engagiert sich intensiv im Sportbereich. Besonders angetan haben es ihm das Laufen, insbesondere Ultramarathons, sowie der Triathlon. Sein Handicap ist mittlerweile sofort erkennbar und „augenscheinlich“, somit hat gerade der Triathlonsport einige der schönsten, aber auch einschneidensten Erlebnisse in seinem Leben hervorgebracht und sein gesamtes Leben im Jahre 2002 damit grundsätzlich verändert. Eine langwierige Long-Covid-Erkrankung (2023) stellt ihn nun auch vor die Herausforderung, wieder von vorne zu beginnen. Doch für Thormann ist auch dies ein spannendes Projekt, das es zu meistern gilt – mit dem gleichen Engagement und der Entschlossenheit, die ihn sowohl im sportlichen als auch beruflichen Bereich auszeichnen.


